Marcus Tandler

R.I.P. eCareer

Am 3.Mai hatte ich ja bereits den virtuellen Tod vom Experteer Klon eCareer verkündet, nachdem die Samwer´s öffentlich gemacht hatten, ihren finanziellen Support für die Billigkopie einstellen zu wollen. Eine offizielle Stellungnahme seitens eCareer blieb aber bislang aus… Dafür erreichte mich gerade eben eine eMail aus dem Hause eCareer ->

eCareer Aus

Damit hatte ich dann wohl recht behalten, als ich bereits zum Start prognostizierte, dass das Ganze wohl nicht ganz so einfach werden dürfte, vor allem auch unter der Führung eines gerade mal 24-jährigen, der frisch von der Uni, zwar bestimmt nen guten Drive hat, aber letztendlich nicht wirklich zur Gallionsfigur einer Online-Jobbörse taugt, was gerade in dieser unseren Branche so wichtig ist! Naja, wie auch immer -> R.I.P. eCareer

Die Jobbörsen-Social-Media-KillerApp

Schon von BranchOut gehört? Seitdem das StartUp auf TechCrunch in den Himmel gelobt wurde, berichten immer mehr US-Blogs über die neue angebliche Jobbörsen-Social-Media-KillerApp! Und das zurecht, denn das Konzept von BranchOut ist wirklich super! BranchOut ist keine normale Jobbörse, sondern “nur” eine Facebook-Applikation, die aus Facebook eine Art LinkedIn macht! So bekommt man bspl. angezeigt, bei welchen Firmen meine Facebook-Freunde arbeiten, was sich auch wiederum durchsuchen lässt etc.

Interessant wird das Ganze aber wohl auch recht schnell für Arbeitgeber, denn BranchOut gibt stellensuchenden Unternehmen die Möglichkeit für läppische 30 Dollar pro Monat Stellenangebote auf einer Art virtuellen Pinnwand zu posten. Mit steigenden Nutzerzahlen, und einer entsprechenden Verknüpfung mit den demographischen & Arbeitgeber-Daten der Nutzer wird das Ganze dann eine richtige Killer-Applikation! Man stelle sich nur mal vor, dass man ganz easy Mitarbeiter einer bestimmten Firma, oder auch ganzen Branche direkt targeten könnte, und die entsprechenden positiven Reviews meiner Facebook-Freunde gleich mit dazuliefert!

Ein wirklich extrem spannender Ansatz! Facebook ist ja mit seinen mittlerweile über 500 Millionen Mitgliedern (!) eine Art “eigenes Internet”, da sich viele User extrem lange ausschließlich im Facebook-Mikrokosmos aufhalten (alleine schon wieviele Leute FarmVille und andere Zeitkiller spielen!). Wenn also die User nicht zu den Jobbörsen kommen, muss die Jobbörse halt zu den Usern kommen – ich denke schon, dass eine solche Facebook-Only Jobbörsen-/ Karriere-Netzwerk App genug Traction auf die Straße bekommen kann, dass das Ganze für Arbeitnehmer, wie auch Arbeitgeber interessant wird! Und bei dem Social Media Hype, der gerade abgeht, müssen die offenen Türen nur noch eingerannt werden!

So, und da ja gleich das Wochenende eingeläutet wird, hier noch ein paar lustige & spannende Link- & Lesetipps ->

Wieviel Kohle braucht es, um sich bedenkenlos zur Ruhe zu setzen? Laut der Umfrage “Men at Work“, die über 20.000 Männern diverse Fragen rund ums Berufsleben gestellt hat, müssten mindestens eine Million Dollar auf dem Konto rumliegen (nach Steuer hoffentlich!), damit man das Leben dann doch etwas relaxter angehen würde. Ich sehe das etwas anders, denn was ist heutzutage schon eine Million Dollar (vor allem -> Dollar!!)? Die geht ja mal schnell für ein Häusschen drauf, vor allem, wenn man in einer ein wenig größeren Stadt etwas Nettes zum wohnen sucht! Naja, wie auch immer – sind ein paar ganz interessante Fragen & Antworten dabei – klickt euch doch einfach mal durch!

Und dann noch zwei lustige Sachen -> 21 lustige “Office Cube Pranks” – sehr lustig! Aber ich finde Cubicles an sich schon extrem lustig – ich würde mich nie in so einem Büro wohlfühlen, geschweige denn produktiv arbeiten können! Und dann noch ein lustiger Comic – was würde wohl Sisyphus machen, wenn der immer wieder abwärts rollende Stein auf einmal tatsächlich auf der Spitze des Berges liegen bleiben würde… seht selbst!

RausgeKIKt

Boah, beim Textildiscounter Kik ist die Jauchegrube heute ja mal so richtig übergelaufen! Fast schon unglaublich, was das ARD Fernsehmagazin Panorama da herausgefunden hat! Wer hätte gedacht, dass Verona Feldbuschs Pooths Lieblings-Boutique seine Mitarbeiter so systematisch ausspioniert, und Leute bei finanziellen Schwierigkeiten sogar einfach entsorgt…

In den Jahren 2008 und 2009 hat Kik in 49.000 Fällen (!) die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiter bei Creditreform abgefragt, um schwarze Schafe entsprechend vorzeitig entsorgen zu können… nicht gerade die feine englische Art!

Problematisch sei es gewesen, Mitarbeitern zu kündigen, die bereits im Kündigungsschutz waren. “Es war immer so, dass man sich dann irgendetwas aus den Fingern saugen musste”, zitiert die ARD den ehemaligen Bezirksleiter.

Wirklich eine Riesensauerei! Ich bin mal gespannt, wie die Staatsanwalt mit diesen Vorwürfen umgeht!

Wer´s verpasst hat, sollte mal in der ARD Mediathek stöbern, wo die Reportage ja bald online verfügbar sein sollte. Ja, es gibt auch andere spannende Sachen im TV außer die Bundesliga live auf Sky *hihi*

Dann sollte man noch auf zwei neue Projekte der Arbeitsagentur hinweisen – zum einen Ich-bin-gut.de, eine neue Community für Heranwachsende rund um Ausbildung & Beruf. Der besondere Clou ist allerdings die eigene Page beim Facebook-Klon SchülerVZ – wirklich gut gemacht! SchülerVZ dürfte bei der Zielgruppe wohl auch die richtige Wahl sein, auch wenn ich denke, dass Facebook sich mittelfristig jeden einzelnen der SchülerVZ & StudiVZ Nutzer krallen, und die beiden Superklone platt machen wird.

Auch für die Arbeitgeber hat die Arbeitsagentur sich was ausgedacht -> Faktor A – Das Arbeitgebermagazin, das als eMagazin bequem online durchgeschmökert werden kann. Damit das Ganze auch für wirklich jeden gut lesbar ist, gibt´s das Ganze als PDF, in reinem HTML oder einer hübschen Flash-Version – ich will garnicht wissen, was diese Spielereien mal wieder den Steuerzahler gekostet haben, denn bei der Agenturauswahl bzw. der angemessenen Bezahlung hatte die Arbeitsagentur ja noch nie ein gutes Händchen…

Und wo wir grad schon von der Arbeitsagentur reden – der Anteil der Print-Stellenanzeigen ist zum ersten Mal unter den Wert der Arbeitsagentur gesunken! Habe ich heute in einem super Artikel auf Crosswater gefunden – demnach wurden im vergangenen Jahr nur noch 19,8% aller Stellenanzeigen in Printmedien geschaltet! Mehr als 3x soviel finden sich auf den diversen Online-Jobbörsen, und wenn man noch die 9 von 10 auf Unternehmenswebseiten publizierten Jobs hinzunimmt, die ja zumeist von Jobsuchmaschinen gecrawled werden, dann ist mittlerweile wohl fast jedes einzelne Stellenangebot online auffindbar!

Oh, ich muss noch kurz auf Tom´s neuen Artikel mit sexy Eyecatcher hinweisen – auch wenn die meisten seiner Posts unlesbar sind, gibt er in diesem Post ein paar gute & wichtige Tipps fürs Selfmarketing! Also etwas, was sich wohl jeder einzelne Arbeitnehmer mal zu Herzen nehmen sollte, denn wie so oft, sind im Berufsleben halt die am erfolgreichsten, die am lautesten schreien & fleissig klappern (das ja bekanntlich zum Handwerk gehört!). Man muss schon ein wenig auf sich aufmerksam machen, gerade wenn man in einem fast schon anonym anmutenden Großkonzern still & leise vorm Rechner sitzt…

Stupide Studien – Teil II

Hui, mein Rant bzgl. der bescheuerten Complexium Studie wurde ja echt heiß diskutiert… kein Wunder in Zeiten des Sommerlochs *hihi*

Wie schon erwähnt, finde ich weder Alexa, noch den Google Pagerank (darüber kann ich auch heute noch schmunzeln…) für geeignet, um die Personalmarketing-Blogosphäre miteinander zu vergleichen. Ich würde viel eher den DoubleClick AdPlanner für einen etwaigen Vergleich heranziehen, da er gerade bei Seiten, die via AdSense monetarisiert werden (und AdSense ist ja bei den meisten JOBloggern im Einsatz), erstaunlich exakte Ergebnisse auswirft (naja, eigentlich weniger erstaunlich, wenn man schon Google Code auf der Seite hat…). Da braucht es dann auch keine große Studie, oder was weiß ich -> einfach alle Seiten reinhacken, und dann in ner Tabelle miteinander vergleichen -> *tschatsching* – schon hat man einen Überblick darüber welche Blogs wieviel Besucher & Traffic haben.

Wieso ich so einen Vergleich mache? Weil´s mir total egal ist – auf RecruitingBlogs.de gibt´s ne tolle Übersicht aller Relevanten Blogs in unserer nischigen Blogosphäre, und je nachdem wie gut mit der Blog bzw. einzelne Post gefällt, lese ich halt mit…

Aber Lutz vom Personalmarketing Blog (der sowieso in keinem gutsortierten RSS-Reader fehlen sollte…), bat mich in den Kommentaren meines letzten Posts, mir doch noch den Twitter Part dieser unsäglichen Studie genauer anzuschauen – das mach ich dann mal…

Ich bin echt unvoreingenommen an den Post gegangen, und hab mir das Ganze erstmal genau durchgelesen, aber wie zu erwarten war, finde ich auch den Twitter Teil absoluten Müll… Ich meine, was werden denn da schon für belanglose Schlüsse gezogen?

Der Fachdialog auf twitter ist stark von privaten und persönlichen Aussagen und Meinungen geprägt.

Ja ach ne…

Neben dem schnellen Austausch von berufsrelevanten Informationen in einem engen Kreis von Personalmarketing-Experten (z.B. zu neuen Studien oder Praxisanwendungen) sind Analysen von z.B. Fußball- und TV-Ereignissen (Eurovision Song Contest) ein präsenter Teil der Kommunikation.

Ja ach ne…

etc. etc. Absolut belangloses generisches Zeug…

Und dann das Twitter-Ranking erst – was soll denn da bitte die Aussage sein? Das ist halt eher ne nette Empfehlung empfehlenswerter Twitterati, auch wenn die Liste nicht mal im entferntesten komplett ist. Ich frage mich, wie da überhaupt recherchiert wurde? Mir fallen da ja auf Anhieb 10 weitere Twitterati ein, die umbedingt in so einer Liste vorkommen sollten. Ok, lieblose Zusammenstellung hin oder her, wie sieht´s denn mit dem Ranking an sich aus… ?!

Zuallererst glaube ich nicht, dass ein Ranking nach Anzahl der Follower sinnvoll und zielführend ist, denn diese Zahl lässt sich ja extrem einfach & schnell beliebig aufblasen. Wenn ein Account gleich vielen (oder auch mehr) Leuten followed, wie selbst gefollowed werden, ist das normalerweise ein klarer Indikator, dass hier lediglich versucht wird Follower zu boosten. Man followed also wild in der Gegend rum, in der Hoffung, das der gefollowte (yes, Ich love denglish…) auch zurückfollowed, und mein Twitter-Account fortan wichtiger aussieht… Surft mal ein wenig durch die User, denen da gefollowed wird – sehr nett anzusehen welchen Spam-Bots da teilweise gefollowed wird *hihi*

Ich folge knapp 300 Leuten (mir folgen aber wiederum knapp 8.000), und diese 300 lese ich auch mehr oder wenig aktiv mit! Ich sehe das in etwa so wie einen neumodischen RSS-Alert. Ich habe keine Ahnung, wie jemand der knapp 1.000 Leuten folgt noch aktiven Value aus den Tweets der gefollowten ziehen kann…

Es gibt für mich nur zwei valide Größen, wenn es darum geht ein Twitter-Account zu beurteilen:

1) Das User Engagement
2) Die Anzahl an Retweets, die Tweets des Users im Durchschnitt generieren

Das User-Engagement lässt sich bspl. testen, indem man die getwitterten bit.ly Links, oder andere URL-Shortener, die eine öffentlich einsehbare Statistik anbieten (wie bspl. auch redir.ec), genauer anschaut. Mit einem “+” hinter einem bit.ly Link bekommt man eine detailierte Statistik darüber, wie oft ein Link angeklickt wurde, bzw. wie oft und von wem dieser retweeted wurde.

Nehmen wir dazu mal folgendes Beispiel her – ein Link, der heute von Jo´s Karrierebibel Account getwittert wurde -> bit.ly/bwNUlk+

Analyse eines bit.ly Links

58 Clicks sind jetzt zwar nicht umwerfend (vor allem für eine derartige Anzahl an Retweets!), aber macht euch mal den Spaß, und analysiert bspl. die Stellenangebote Links, die von zahlreichen Personalberatern oder auch inHouse Personalern getwittert werden. Da haben hoch in den Himmel gelobte Twitter-Accounts ein derart unterirdisches User-Engagement, dass ich Links gefunden habe, die zwar fleissig ge-retweeted wurden, aber gerade mal 2 oder 3 Clicks (!) angeklickt wurden…

Dieses User-Engagement sollte man vor allem mal in Relation mit der Follower-Anzahl setzen – erschreckend, wie teilweise Accounts mit 1.000 Followern Links twittern die im Durchschnitt nur einstellig (!) angeklickt geschweige denn retweeted werden!

Ich persönlich bspl. komme im Durchschnitt auf knapp 300 Clicks pro getwittertem Link – Minimum ist so um die 70-80 Clicks, aber es gibt selbstverstädnlich auch Ausreißer nach oben, wie bspl. mein Tweet gestern bzgl. der ZDF Dokumentation über AMAZONICA, welches ich ja voller Tatendrang unterstütze, der bspl. knapp 2.000 x angeklickt wurde, auch wenn viele der Retweets noch eigene Tiny-URL oder was auch immer aus dem Link gemacht haben.

Eine Rangordnung von Twitter-Accounts wäre auf Basis meiner zwei vorgeschlagenen Metriken natürlich uferlos schwer, aber so leicht wie es sich Complexium gemacht hat (der Name der Firma ist ja fast schon blanke Ironie in diesem Zusammenhang… *hihi*) könnte man das schon ein wenig erweitern.

Alexa und die fehlende Transparenz

Job-Blogger Urvater Gerhard Kenk hat vor ein paar Tagen einen wirklich hervorragenden Artikel zur aktuellen Lage der Jobbörsen in Deutschland veröffentlicht. Der Artikel ist eine etwas längere Version eines Artikels, der bereits im Mai im Personalmagazin zu lesen war. In diesem Artikel prangert er vor allem die fehlende Transparenz in der Online-Jobbörsen Branche an, so ist es ja nahezu unmöglich einen objektiven Vergleich der diversen Online-Jobbörsen zu ziehen. Nur wenige lassen sich von der IVW offiziell messen, so dass man auf eher ungenaue Besucherdaten-Aggregatoren, wie bspl. Nielsen NetRatings, Alexa oder auch den DoubleClick AdPlanner zurückgreifen muss. Alexa wird ja durchaus gerne verwendet, und auch Grandmaster Kenk selbst schwört auf die in US-Gefilden durchaus relevante Plattform, die mittel installierter Toolbars die Anzahl der Besucher & Seitenaufrufe errechnet. Leider hat sich aber die Alexa Toolbar in Deutschland nie wirklich durchgesetzt, und so findet sich die Alexa-Toolbar zumeist eher auf Rechnern von Leuten aus dem IT-Umfeld, was zur Folge hat, dass Seiten, die eher eine IT-Zielgruppe ansprechen im Vergleich weit größer erscheinen, als sie in Wirklichkeit sind. Nehmen wir bspl. meinen JOBlog hier – laut Alexa hat mein JOBlog einen Traffic Rank von 71.660, was ihn wiederum zur 6.244st meistbesuchten Seite Deutschlands macht! Mein privater Blog Mediadonis.net hingegen findet sich weltweit auf Platz 40.357, und in Deutschland auf Platz 2.868 wieder, obwohl er weit weniger Besucher & Leser als mein JOBlog hat! Aber dadurch, dass Online-Marketer, die meinen privaten Blog lesen, eher die Alexa-Toolbar installiert haben bzw. auch mehr Besucher aus den USA auf meinem Blog landen, weist Alexa Mediadonis.net eine höhere Besucherzahl aus.

Und da wären wir auch schon bei einer weiteren Studie der Complexium GmbH, die kürzlich Blogs aus dem Personalmarketing miteinander verglichen hat, und dort ebenfalls auf Alexa zurückgegriffen hat! Zu 30% ist bei dieser Studie der Alexa-Rank in die Bewertung mit eingeflossen, und die restlichen 70% hat der Google Pagerank beeinflusst! Das ist wohl die mit großem Abstand bescheuertste Studie, die ich in der letzten Zeit lesen musste! Gut, man kann mir unterstellen, dass ich extra pissig bin, weil mein JOBlog dort keine Erwähnung findet (ebenso wie der Platzhirsch Karrierebibel…?!), aber in Deutschland Alexa-Daten & Google Pagerank (!) miteinander zu verquirrlen, und dann entsprechend ein Ergebnis via Pressemitteilung in die Öffentlichkeit zu blöken ist an Inkompetenz einfach nicht mehr zu toppen! Der Pagerank hat ja wirklich NULL Aussagekraft, weder auf die Anzahl der Besucher, noch auf irgendeine Qualität oder sonst irgendetwas… Ein einziger Link kann ja durchaus genügen, um bspl. seinen Blog mit einem einem Pagerank von 7 zu schmücken, aber ausgesagt ist damit rein garnix, nur das man eben Glück hatte bspl. von einer Pagerank 8 Seite verlinkt zu werden (bitte keine Diskussionen hierüber, ich halte das Thema ja ganz bewußt so einfach wie möglich, für Leser, die sich nicht für Suchmaschinenoptimierung und dergleichen interessieren!). Ich habe bspl. eine leere Seite mit Pagerank 7 in meinem Inventar, wenn ich da nen Blog draufpacke, und via AdBrite Schrotttraffic zum zehntel-cent Tarif auf die Seite knalle wäre es ein leichtes in so einer Studie als strahlender Gewinner vom Platz zu gehen! Wirklich peinlich!!

Neue Regeln machen noch kein neues Spiel!

Die liebreizende Eva hat gestern einen tollen Post auf Ihrem Online-Recruiting.net Blog veröffentlicht -> Darüber, dass Social Media Recruiting den Recruitingprozess NICHT verändert hat – wirklich ein excellenter Post, in dem sie einen Beitrag von Alastair Cartwright ins Deutsche übersetzt, und mit ihren eigenen Gedanken würzt!

Das Ganze spricht mir total aus der Seele! Ich bin ja selber absoluter Social Media Addict, mit fast 8.000 Followern bei Twitter (Hier geht´s zu meinem Twitter Account), und 1.5k virtuellen Freunden auf Facebook – aber diese ganze Social Media im Personalmarketing Debatte hängt mir langsam aber sicher zu den Ohren raus! Vor allem, wenn immer nur dieselben Beispiele herangezogen werden, aber kaum wirkliche gute Case-Studies aus dem Deutschen Raum existieren! Da gibt es hochgelobte Twitter-Accounts großer Unternehmen, die oft als gutes Beispiel genannt werden, aber kaum User-Interaction haben, und deren getwitterte Links auf Stellenanzeigen von gerade mal einer Handvoll Leute angeklickt werden (dank dem Einsatz von bit.ly sind die Clicks ja für jeden ersichtlich!). Gut, bei XING, LinkedIn, und vielleicht noch Facebook ruder ich gern zurück -> diese Plattformen können schon einen genialen Value im Personalmarketing haben, aber Twitter? Ich würde mich freuen, wenn sich mal jemand mit ner guten Case-Study zum Thema Recruiting via Twitter bei mir melden würde! Das wär mal ein schöner Gastartikel!

Eine Company, die wohl derzeit die allerschlechtesten Karten im Recruiting hat dürfte BP sein, die ja gerade damit beschäftigt sind, unsere Umwelt auf Jahrzehnte hin zu vergiften… Einen interessanten Artikel dazu hab ich im excellenten Karriere Blog von Karriere.at gefunden! Umbedingt mal vorbeisurfen, und sich den RSS-Feed für weitere Lesefreuden holen!

Ok, BP kurvt ganz klar auf der Verliererstraße rum – hier eine nette Grafik mit 346 Firmen, die sich hingegen auf der Sonnenseite aufhalten! 2/3 dieser Unternehmen kommen selbstverständlich aus den USA, aber mit 6.63% ist Deutschland bereits das Land mit den zweitmeisten dieser weltweit beliebtesten Unternehmen (was wir unserer Automobilindustrie zu verdanken haben…). Wirklich eine nette Übersicht!

Ebenfalls ne nette Infographic hab ich beim Economist gefunden – eine Übersicht, wieviel denn so die diversen Staatsoberhäupter verdienen – krass! Wer hätte gedacht, dass gerade Kenia das bestbezahlte Staatsoberhaupt hat bzw. hätte, denn Mr Raila Odinga hat unlängst eine Erhöhung seines Gehalts um satte $430.000 abgelehnt. Deutschland ist gut in der Mitte (wo auch sonst…) mit $283.000 für Kanzlerin Merkel. Interessant das ihr indischer Kollege gerade mal knapp über 4.000 Dollar mit nach Hause nimmt…

Und last but not least, noch ein lustiger Post im Go!Jobware Blog -> Bewerbungsgespräch im Bikini!

Oh, und eine neue Jobbörse will ich euch noch wärmstens ans Herz legen -> LegalCareers, die sich auf Stellenangebote für juristische Berufe spezialisiert haben (ihr wisst ja, wie ich Nischen-Jobportale liebe!). Tolle Seite, wenn auch absolutes Gift für Google (!) – da die Jungs nicht mit viel Google-Liebe rechnen können, hoffe ich, dass wenigstens ein paar von euch den Weg dorthin finden.

Die gefährlichsten Jobs der Welt

In der Bild gab es heute eine Aufstellung der 10 lebensgefährlichsten Berufe. Die Liste ist zwar insgesamt stimmig, und scheint auch durchaus so zu stimmen, aber leider liegt keine konkrete Studie oder jedwede Empirie zu Grunde, und führt lediglich halt die allgemein bekannten Gefahren des jeweiligen Jobs auf. Nur beim “Soldat“, der sich noch hinter der Berufsgruppe der Fensterputzer (!) einreiht, wird eine konkrete Statistik herangezogen, so sind seit 2002 über 40 (bei so ner kleinen Zahl hätte man doch wohl irgendwo auch ne konkrete Zahl ausgraben können…) Bundeswehr Soldaten gefallen! Aber es geht bei der Aufstellung wohl weniger um konkrete Statistiken, sondern halt generell, was allgemeinhin die gefährlichsten Berufe sind – so ist der Pilot auf der Liste, weil er halt ständig in der Luft, und demnach halt ständig in Gefahr ist, aber auch wenn Unfälle als Pilot zumeist tödlich ausgehen, so selten kommen derartige Unfälle glücklicherweise auch vor… insgesamt also eher enttäuschend… mich würde aber schon mal eine derartige Statistik interessieren – kennt vielleicht jemand von euch eine entsprechende Studie?

Ebenfalls erwähnenswert, und einen Hat-Tip wert -> Spirofrog spendet ab diesem Monat 30%(!) seines Anzeigenumsatzes mit Neukunden! Für jeden neuen Kunden also, der Stellenanzeigen auf der Spirofrog schaltet spendet die Jobbörse 30 % seines Umsatzes an den Deutscher Kinderschutzbund! Wirklich eine tolle Sache! Klar, kann man da jetzt laut “PR-Aktion” rufen, oder lästern, dass dies halt kein wirklicher Grund für Stellen schaltende Unternehmen sein dürfte, die ja (zurecht) eher auf die Performance der entsprechenden Anzeigen schielen etc… Aber wie auch immer -> wenn etwas Gutes dabei herumkommt, und so Geld für diesen guten Zweck gesammelt wird, egal wie hoch der Betrag ist -> es ist und bleibt eine gute & nachahmenswerte Sache!

Ansonsten will ich euch dann noch kurz mein neues Themenspecial hier im JOBlog zum Thema Outplacement Beratung ans Herz legen, und dann hier noch was zum lachen ->

Dilbert.com

Nette Zahlen zu Social Media & HR aus den USA

Gerade eben noch einen spannenden Artikel auf dem US amerikanischen CIO Blog gefunden -> Social Networking Ever More Critical to Job Search Success – eine Studie von JobVite, die insgesamt 825 HR´ler befragt haben, wo & wie sie Social Media in ihrem Recruiting-Prozess integriert haben. Wirklich recht spannend, vor allem, wenn man sich die große Kuchengraphik anschaut, die verrät, dass satte 3/4 aller Personaler (!) irgendein Social Network beim Recruiting nutzen! Die beliebteste Plattform ist da selbstverständlich LinkedIn, auf der sich 78% aller via Social Media recruitenden Unternehmen rumtreiben, aber 54% für Facebook, 44% für Twitter, und sogar noch 13% für das gute alte YouTube sind schon recht beeindruckende Zahlen aus den USA! Und am beeindruckensten ist wohl, dass 58% dieser Unternehmen angeben, auch bereits Erfolg mit ihren Social Media Aktivitäten gehabt zu haben, und entsprechend Bewerber, die durch diese Kanäle kamen, eingestellt wurden. Diese Zahl hätte ich persönlich gerne mal von LinkedIn bereinigt, also wieviele Unternehmen können Recruiting-Erfolge via Facebook & Twitter aufweisen – ich glaube nämlich, dass diese Zahl weit geringer wäre.

Des weiteren will ich euch noch Thorsten´s aktuellen Artikel zur Ölkatastrophe in den USA wärmstens empfehlen -> “Employer Branding Katastrophen” – und passend dazu -> man würde ja denken, dass es derzeit eine Menge Cleanup Jobs an den diversen US-amerikanischen Küsten gäbe, aber dieser Artikel beleuchtet das Ganze mal etwas kritisch, und fragt in die Runde -> “Who has the Jobs?

Und last but not least will ich noch kurz auf Jochen´s Autorenwettbewerb hinweisen -> Jochen sucht Gastbeiträge zum Thema “Wie ich arbeite“, und verlost nette Preise! Dein Post auf dem meistgelesenen Blog im deutschen Job- & Karriere Universum, und dazu noch ein iPad abstauben – wer will das nicht! Viel Erfolg!

Wie arbeitswillig sind Hartz-IV Empfänger?

Gestern gab es einen recht interessanten Beitrag bei SternTV auf RTL. Ich habe den Beitrag leider nicht gesehen (bin nicht so der TV-Glotzer…), aber auf Stern.de gibt´s eine gute Zusammenfassung -> “Wie arbeitswillig sind Hartz-IV Empfänger“.

SternTV hat innerhalb eines Praxistests 100 Hartz-IV Empfänger angesprochen, und ihnen einen Job bei McDonalds als “gewerblicher Mitarbeiter im Rotationsprinzip” (quasi halt Aufgaben vom Brötchenwenden bis hin zum Toilettenschrubben) angeboten. Ein Job, den eigentlich jeder, der 8 Stunden am Stück stehen & arbeiten kann, auch easy ausführen kann. Bezahlt wird selbstverständlich nach Tarif zu 7,35 Euro pro Stunde.

Ich will jetzt garnicht die ganze Story vorwegnehmen – der Artikel ist wirklich recht lesenswert – nur noch kurz das Fazit anteasern -> von den 100 Leuten hat lediglich einer bzw. eine, eine seit 13 Monaten arbeitslose 28-jährige, einen der angebotenen Jobs angenommen! Das ist schon krass, auch wenn selbstverständlich nicht jeder großen Bock darauf hat bei McDonalds am Burgergrill zu stehen… aber gerade auch die “Ausreden” (ich bzw. SternTV wollen jetzt ja hier mitnichten irgendjemand etwas unterstellen) klingen typisch -> vor allem krankheitsbedingt hagelte es die meisten Absagen! Angebliche Krankheiten sind nun mal stets die beste Ausrede, und das lustige ist, dass die meisten sich ihre “Krankheit” auch regelrecht einreden, ganz nach dem Motto “Ich würde ja arbeiten wollen, aber wegen XY geht es halt leider nicht” *gäääähn* Wie gesagt, ich will hier niemandem etwas unterstellen, und ich glaube auch, dass die meisten Arbeitslosen wirklich versuchen eine neue Anstellung zu finden, aber man muss ja nur mal durchs TV-Nachmittagsprogramm zappen, und man sieht jeden Tag Hartz-IV Empfänger, die in diversen Talkshows proklamieren, nicht arbeiten zu gehen, wenn es doch mehr Geld vom Staat gäbe, und das Leben auf der Couch doch viel angenehmer sei… So kann das doch nicht weitergehen, oder?
Gerade auch wenn Jugendliche genau solche Sprüche bei Vera am Mittag ablassen, und auch noch auf supercool machen, weil sie den Staat verscheißern…

Ich glaube, dass der Staat hier viel härter durchgreifen sollte, gerade auch um Arbeitslose, die sich wirklich bei der Jobsuche reinhängen, oder krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten können, vom sozialen Stigma zu befreien, dass sie sowieso nur dem Staat auf der Tasche liegen wollen… Ich meine, es muss ja niemand arbeiten, wenn er nicht will, aber dann soll er doch bitte auch die Hände aus dem Staatssäckel nehmen, damit die Leute, die wirklich unsere Unterstützung brauchen, diese auch bekommen können!

Julia Kukielski hat ihre Chance erkannt, und sie ist froh darüber – auch wenn sei zunächst skeptisch war, ob Burger braten der richtige Job für sie sei. Aber sie wurde gut aufgenommen, sagt sie. Und sie hat wieder eine Perspektive: “Man hat einen strukturierten Tag, man sitzt nicht mehr nur zu Hause rum, trifft Leute – und ich habe im Monat 200 Euro mehr in der Tasche”, sagt sie bei stern TV. Das sei auch nicht zu verachten.

Guerilla Bewerbung

Ok, hier mal wieder ein Tipp, der im weitesten Sinne wohl in die Rubrik “Kreative Bewerbung” fällt -> Lebenslauf Toilettenpapier! Klingt wie ein schlechter Witz, und ist es wohl auch *hihi* – im Grunde aber eine nette Idee von Hobby-Erfinder Burak Kaynak ->

Lebenslauf Toilettenpapier

Die Idee ist aber weniger auf der Toilette seinen Lebenslauf zu schreiben (das hatte ich anfangs gedacht…), sondern eben jenen auf diversen Toiletten zu verbreiten! Der Erfinder empfiehlt diesen doch recht kreativen Lebenslauf in öffentlichen Toiletten zu platzieren… mmhh…. naja, ob das wirklich zum Erfolg führt? Dann doch eher beim Hausbesuch in der Firma, oder evtl. auf einem Fachspezifischen Kongress!? Das wärs doch, oder? Ein findiger Bewerber könnte seinen Toilettenpapier-Lebenslauf doch bspl. auf einer Recruiting- oder Personaler Messe in den Toiletten platzieren. Dennoch hat der Erfinder wohl nicht daran gedacht, dass es eine Heidenarbeit ist seinen Lebenslauf gleich mehrfach handschriftlich auf die Toilettenrolle zu bringen… da wäre ein zur Klopapier-Rolle gerollter vorgedruckter Lebenslauf wohl die zeitsparendere Alternative, vor allem, weil ja bestimmt auch eine Menge Streuverlust zu beklagen ist – also Leute, die nix mit Recruiting am Hut haben, das Klopapier aber nicht sparen, sondern eher denken -> “Scheiß drauf” LOL

Ok ok – der musste einfach sein – hat sich angeboten *hihi*
Damit hier nicht wieder nur sinnentleerter Müll steht, noch 4 schnelle Link- & Lesetipps ->

Warnung vor Fachkräftemangel – die demografischen Vorboten des “War for Talent” auf Cyquest´s Recrutainment Blog

Kienbaum macht ernst: Social Media Consultant gesucht auf der Wollmilchsau

Können Sie Chef? – ein netter Test der eigenen Führungsqualitäten auf Spiegel Online

Und last but not least noch Schulze´s “Ingenieurstalente gesucht” – das ist zwar kein wirklicher Lesetipp (also sofern ihr keinen Ferienjob als Ingenieur sucht…), aber Master Schulze hat mich einfach den ganzen Tag deswegen genervt *hihi*